Henry bricht regelmäßig bei schönem Wetter mit seinen Freunden zum Wandern in die rheinhessischen Weinberge auf. Wie auch an diesem sonnig warmen Samstag, zog es die Freunde in die Natur. Der Ablauf ist Tradition. An den schönsten Plätzen mit Blick auf den Rhein, wird die Picknickdecke ausgebreitet, gegessen und getrunken. In den prall gepackten Rücksäcken sollte wie immer Weck, Worsch, Woi und Wasser zu finden sein. 
Bei den Besorgungen des leiblichen Wohls der Gruppe, sind die Rollen klar verteilt. 
Henry ist als Winzer für den Wein zuständig, Reinold der Inhaber einer Wasserfabrik ist, bringt das frische Quellwasser mit. Somit ist die Erfrischung durch eine leckere Weinschorle, welche die Freunde bei fast jedem Zusammentreffen schlürfen, nach Steilpassagen und beim ausgiebigen Picknick sichergestellt.

Doch an dem besagten Samstag sollte alles anderes kommen.
Als die Gruppe schlags kaputt am ersten Aussichtpunkt ankamen, freuten sich alle auf eine kalte, frische und leckere Weinschorle.
Henry zog stolz eine kühle Flasche Weißwein „vom neuen Jahrgang“ aus seinem Rucksack und rief zu Reinold „Auf das Wasser raus“. Reinold kramte hektisch in seinem Rücksack und musste feststellen, dass er das perlende Wasser zu Hause vergessen hatte.
Die Meute war enttäuscht ihre geliebte Weinschorle nicht trinken zu können. Doch Henry kündigte sofort an „so etwas darf und wird uns nicht mehr passieren“.
4 Wochen später stand ein erneuter Wanderausflug unter den Freunden an. Wieder einmal war der erste Aussichtspunkt erreicht. Henry ergriff das Wort und sagte „Könnt ihr euch an diesen Moment bei unserem letzten Ausflug erinnern?“. Alle nickten.
Henry packte in seinen Rucksack und zog einige gut gekühlte Fläschchen aus seinem Rucksack. Es war eine im optimalen Mischungsverhältnis abgefüllte Weinschorle. 
Die Freunde grölten und genossen die feine Weinschorle aus Henrys leckerem Weißwein und Reinolds frischem Quellwasser.